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Vergleich

Kudoboard-Alternative auf Deutsch: Grußwand oder gedruckte Zeitung?

Kudoboard, Thankbox und GroupTogether arbeiten alle nach demselben Prinzip: Sie verschicken einen Link, viele Menschen schreiben etwas dazu, am Ende steht eine Seite im Netz. Die Anbieter sitzen in den USA, in Großbritannien und in Australien, ihre Oberflächen sind englisch, und das Ergebnis bleibt digital. Wir machen dasselbe Sammeln — aber am Ende steht ein redigiertes, gedrucktes Blatt. Hier steht, was das unterscheidet, und ebenso, wann Sie bei uns falsch sind.

Die englischsprachigen Anbieter — was sie tatsächlich können

Alle drei sind ordentliche Produkte. Sie lösen eine Aufgabe, die es wirklich gibt: viele Unterschriften an einem Ort, ohne dass jemand eine Karte durchs Haus trägt.

Kudoboard (USA)

Der bekannteste Anbieter. Jeder Beitrag wird eine Kachel mit Text, Foto oder Video, das Ganze ergibt eine Webseite, die man verschicken oder als Diaschau abspielen kann. Einzelne Boards kosten je nach Stufe 6,99, 9,99 oder 19,99 $ — die günstigste ist auf 20 Beiträge begrenzt und kann kein Video.

Es gibt Druck als Zusatz: ein Poster (ab rund 20 $ plus Fläche, Versand nur innerhalb der USA) und ein Buch (ab rund 33 $, mindestens 20 Seiten, Versand nach Deutschland in 7–11 Werktagen, Zollgebühren möglich).

Thankbox (Großbritannien)

Dieselbe Idee, aufgeräumter gestaltet: Nachrichten, Fotos und GIFs auf einer gemeinsamen Karte. Ab rund 5 £ je Box, Pakete für Firmen ab etwa 10 £. Wer will, sammelt darüber gleich Geld für ein gemeinsames Geschenk ein.

Kein Druck. Das Ergebnis ist und bleibt ein Link.

GroupTogether (Australien)

Gruppenkarte plus Geldsammeln in einem, ab etwa 5,50 $ je Karte. Der Schwerpunkt liegt auf dem gemeinsamen Geschenk: Die Karte ist die Begleitung zum eingesammelten Gutschein, nicht das Geschenk selbst.

Kein Druck, keine deutsche Oberfläche, Abrechnung in Fremdwährung.

Der Unterschied in einer Tabelle

Digitale Grußwand und gedruckte Zeitung im direkten Vergleich.
  Digitale Grußwand
Kudoboard, Thankbox, GroupTogether
Abschiedszeitung.de
Sprache Englisch — Oberfläche, Hilfeseiten und Support. Ihre Kolleginnen und Kollegen schreiben deutsch, aber in ein englisches Formular; die Erinnerungsmails, die der Anbieter verschickt, sind es ebenfalls. Deutsch, durchgehend: die fünf Fragen, die Erinnerungstexte, die Zeitung, die Rechnung und die Person, die antwortet, wenn Sie schreiben.
Ergebnis Eine Webseite aus Kacheln, dazu eine Diaschau. Schön am Bildschirm, gut zum Verschicken — und in zwei Jahren möglicherweise ein toter Link. Eine gesetzte Zeitung mit Titelseite, Schlagzeilen, Artikeln und Rubriken. Als Druck-PDF, auf Wunsch gedruckt und geheftet.
Beiträge sammeln Ein Link, jeder schreibt seine eigene Kachel und sieht sofort, was die anderen geschrieben haben. Bei der günstigsten Kudoboard-Stufe ist bei 20 Beiträgen Schluss. Ein Link, fünf Fragen, etwa zwei Minuten pro Person. Kein Konto, kein Passwort, keine App. Bis zu 60 Beiträge. Wer will, lädt ein Foto dazu.
Redaktion Keine. Was jemand schreibt, steht so da — auch die vier Kolleginnen, die unabhängig voneinander dieselbe Geschichte von der Weihnachtsfeier erzählen, und die sieben „Alles Gute!“ untereinander. Ja. Die Beiträge werden nach Themen gebündelt und zu Artikeln geschrieben. Es werden keine Fakten erfunden; zu jedem Artikel sehen Sie, aus welchen Beiträgen er entstanden ist.
Druck Bei Kudoboard als Zusatz: Poster nur innerhalb der USA, Buch ab rund 33 $ mit 20 Seiten Mindestumfang, Lieferung nach Deutschland in 7–11 Werktagen zuzüglich möglicher Zollgebühren. Thankbox und GroupTogether drucken nicht. Das Druck-PDF sofort nach der Freigabe. 5 gedruckte und geheftete Exemplare aus deutscher Produktion sind in der Regel in 5–7 Werktagen da.
Preis 6,99 bis 19,99 $ je Board (Kudoboard), ab rund 5 £ (Thankbox), ab rund 5,50 $ (GroupTogether). Deutlich günstiger — Druck, wo es ihn gibt, kommt oben drauf. Abgerechnet wird in Fremdwährung. 39,90 € als Druck-PDF, ab 89,90 € gedruckt und gebunden. Einmalig, inklusive Umsatzsteuer, kein Abo. Sammeln kostet nichts.
Datenschutz und Serverstandort Anbieter und Server in den USA, in Großbritannien und in Australien. Kudoboard erklärt, sich an die DSGVO zu halten; den Auftragsverarbeitungsvertrag, nach dem eine deutsche Personalabteilung fragt, gibt es laut eigener Hilfeseite im Enterprise-Tarif. Anbieter in Deutschland mit vollständigem Impressum, Server in der Europäischen Union, keine Tracker und keine fremden Schriften. Zum Schreiben gehen die Beiträge an einen KI-Dienstleister in den USA — als Auftragsverarbeiter nach Art. 28 DSGVO. Das steht so in der Datenschutzerklärung, wir verstecken es nicht.
Aufwand für Sie Fünf Minuten anlegen, Link verteilen, fertig. Danach nichts mehr — aber auch niemand, der aufräumt, wenn wenig oder Ungeordnetes ankommt. Etwa eine Viertelstunde anlegen, Link verteilen, warten. Nach der Bestellung eine halbe Stunde Korrektur lesen: 5 Korrekturen in 14 Tagen sind enthalten.

Die Beträge der anderen Anbieter sind im August 2026 auf deren Preis- und Hilfeseiten nachgesehen und in deren Währung angegeben. Sie ändern sich dort ohne Vorankündigung — prüfen Sie sie bitte, bevor Sie sich entscheiden. Unsere eigenen Preise stehen vollständig auf der Preisseite.

Wann die digitale Grußwand die bessere Wahl ist

Es gibt sechs Fälle, in denen wir Ihnen abraten würden. Sie stehen hier, weil Sie es sonst erst nach der Bestellung merken.

Es muss heute gehen

Eine Grußwand steht in fünf Minuten und ist am selben Nachmittag voll. Bei uns braucht das Sammeln ein paar Tage, danach schreibt die Redaktion, danach lesen Sie Korrektur. Für gedruckte Exemplare kommen 5–7 Werktage dazu. Wenn die Feier morgen ist, nehmen Sie die Grußwand.

Es sollen Videos dabei sein

Der Standortleiter, der aus Hamburg eine Videobotschaft schickt, die Kollegin, die ein Ständchen singt: Das kann Papier nicht, und ein QR-Code auf Papier ist ein schlechter Ersatz. Kudoboard kann es in den beiden oberen Stufen.

Niemand will etwas in die Hand nehmen

Wenn das Team über vier Städte verteilt sitzt, sich alle nur im Video sehen und der Abschied ohnehin in einer Videokonferenz stattfindet, ist ein Link ehrlicher als ein Heft, das jemand hinterherschicken muss.

Es ist eine Kaffeekasse, kein Budget

Zehn Euro sind zehn Euro. Dafür bekommen Sie bei den anderen eine ordentliche Grußwand und bei uns gar nichts — Sammeln ist zwar kostenlos, aber geschrieben wird erst nach der Bestellung.

Der Anlass ist klein

Geburtstag, bestandene Prüfung, gute Besserung, Beförderung: Dafür ist eine ganze Zeitung zu viel. Sie lebt davon, dass es etwas zu erzählen gibt — einen Abschied nach Jahren, einen Ruhestand, ein Ende, das wirklich eines ist.

Es soll auch Geld gesammelt werden

Thankbox und GroupTogether sammeln nebenbei für ein gemeinsames Geschenk ein. Das können wir nicht und haben es auch nicht vor: Wir machen die Zeitung, das Geschenk organisieren Sie.

Wann sich die Zeitung lohnt

  • Wenn jemand lange da war. Nach zwölf oder dreißig Jahren gibt es genug Geschichten für Artikel — und dann ist es schade, wenn sie als Kachelwand enden, die niemand zweimal aufruft.
  • Wenn viele mitschreiben. Ab etwa acht Beiträgen fängt die Redaktion an, sich zu lohnen: Sie bündelt, was doppelt erzählt wird, und macht aus vierzig Einzelsätzen sechs Artikel, die man am Stück lesen kann.
  • Wenn bei der Feier etwas übergeben werden soll. Ein Heft, das herumgereicht wird, ist etwas anderes als ein Link, den man später anschaut. Das ist der ganze Unterschied — und der einzige Grund, warum wir drucken.
  • Wenn die Buchhaltung mitredet. Deutsche Rechnung mit ausgewiesener Umsatzsteuer, Zahlung per Überweisung möglich, Anbieter mit ladungsfähiger Anschrift. Bei einer Abrechnung in Dollar über eine Kreditkarte wird das erfahrungsgemäß mühsam.
  • Wenn es zusammenpassen soll. Ein Tonfall, ein Titel, eine Gestaltung — statt fünfzig Kacheln in fünfzig Schriftgrößen.

Beides gleichzeitig geht übrigens auch, und es ist keine schlechte Idee: die Grußwand für die schnellen Zeilen und die Videos, die Zeitung als das, was überreicht wird. Die fünf Fragen beantwortet man in zwei Minuten — das schafft auch jemand, der schon auf der Grußwand unterschrieben hat.

Wenn Sie die Zeitung wollen

Dann legen Sie sie an und schicken den Link ins Team. Das Anlegen, das Sammeln, das Dashboard und die Erinnerungstexte kosten nichts; bestellen können Sie ab 3 Beiträgen, und dann sehen Sie vorher, wie viel zusammengekommen ist. Geschrieben wird nach der Bestellung — deshalb gehören 5 Korrekturen in 14 Tagen dazu und die Zusage, den Kaufpreis zu erstatten, wenn die Ausgabe trotzdem unbrauchbar bleibt. Wie das Ergebnis aussieht, können Sie vorher an drei vollständigen Musterzeitungen beurteilen: jede Seite lesbar, jede als PDF.